Für Patienten

Was sind Magenkrebs bzw. Speiseröhrenkrebs?

Krebs des Magens bzw. der Speiseröhre, in der Fachsprache "Magenkarzinom" bzw. Ösophaguskarzinom genannt, ist eine Erkrankung, bei der eine bösartige Entartung der Schleimhaut des Magens bzw. der Speiseröhre festgestellt wird. Beschwerden treten bei Krebs des Magens manchmal erst spät auf. Diese können Verdauungsstörungen und eine Magenverstimmung, Völlegefühl nach dem Essen, leichte Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Sodbrennen sein. Gewichtsabfall ist ein häufiges Symptom bei Magenkrebs, das leider von den Patienten anfänglich oft nicht beachtet wird. Ferner können die Patienten bei Magenkrebs an Blut im Stuhl, Blutarmut (Anämie), Erbrechen, weitere Gewichtsabnahme oder Magenschmerzen leiden.

Das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, ist höher, wenn eine Infektion des Magens mit dem Bakterium Helicobacter Pylori besteht. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen und häufige, langjährige Nahrungsaufnahme trockener, gesalzener Nahrungsmitteln. Es gibt auch einige Krankheiten, die mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko verbunden sind. Bei Speiseröhrenkrebs haben die Patienten oft Schluckbeschwerden. Weitere Beschwerden können ähnlich wie bei Magenkrebs sein. Bei entsprechenden Beschwerden kann die Diagnose Magenkrebs oder Speiseröhrenkrebs am besten mit einer Magenspiegelung gesichert oder ausgeschlossen werden.

Die Magenspiegelung eignet sich auch sehr gut für die Verlaufskontrolle während der Therapie oder für Nachsorgeuntersuchungen. Im Falle, dass der Arzt im ein Magen- oder ein Speiseröhrenkrebs vermutet, werden kleine Stückchen, so genannte Biopsien, aus dem Tumor entnommen. Die fein-gewebliche Aufarbeitung des entnommen Gewebes sichert die Diagnose und gibt Aufschluss über die genaue Art des Magenkrebses. Röntgen- und Schichtaufnahmen (z.B. Computertomographie) erlauben es dann, den Krebs in Stadien einzuteilen. Das ist sehr wichtig, weil die optimale Therapie sich nach dem Stadium richtet.

Warum führen wir Studien zu Magenkrebs/Speiseröhrenkrebs durch?

Die Behandlung von Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs hat sich in den letzten Jahren verändert. Es wurden deutliche Fortschritte erzielt. Zugleich wurde aber die Therapie sehr komplex. Für eine optimale Behandlung müssen Onkologen, Radiologen, Chirurgen, Spezialisten des Verdauungstraktes, Strahlenfachärzte, Ernährungsexperten sowie Mitglieder weiterer Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Die Behandlung orientiert sich außerdem stark am Stadium des Patienten, seinen Begleiterkrankungen und sein Allgemeinzustand.

Die zunehmende Komplexität der Therapie macht es dringend notwendig die Behandlung der Patienten im Rahmen von so genannten klinischen Studien durchzuführen. Die Vorteile liegen darin, dass einerseits durch die Studien eine Qualitätssicherung erfolgt, andererseits helfen uns die Ergebnisse der Studien die Behandlung fortlaufend zu verbessern. Unsere Studiengruppe - zum Beispiel- achtet darauf, dass die Studien von einem Expertengremium intensiv diskutiert und begleitet werden. Diagnostik, Behandlung und Nachsorge werden dann im so genannten Prüfplan festgelegt. Dieser wird anschließend von verschiedenen Ethikkommissionen und vom "Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte" (BfArM) begutachtet.

Während der Behandlung in der Studie genießen die Patienten ferner eine besondere Beobachtung. Wirkung aber auch eventuelle Nebenwirkungen der Therapie werden fortlaufend registriert, und regelmäßig findet eine Risiko-Chancen-Abwägung statt. Auch auf die Erfassung der Lebensqualität der Patienten vor, während und nach der Therapie wird geachtet.

Wie finde ich ein Studienzentrum in meiner Nähe?

Unsere Studien werden bundesweit in verschiedenen Kliniken und Praxen durchgeführt. Unter der Rubrik "Zentren" können Sie herausfinden, welches Studienzentrum sich in Ihrer nähe befindet. Vor der Behandlung im Rahmen von Studien müssen die Patienten bestimmte Kriterien erfüllen. Deshalb können wir nicht garantieren, dass Sie in eine Studie aufgenommen werden können.

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